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TU Berlin

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Projekt "BLACK CAT" High-End Audio-Röhrenverstärker

Die erste Version des Verstärkers wurde im WS 2003/4 und im Sommer 2004 realisiert. Er wurde im Winter 2004/5 weiterentwickelt.

Aktuelles zum BLACK CAT 2

Seit dem Herbst 2007 erreichen mich eine stetig zunehmende Anzahl von Anfragen bezüglich des Unterlagensatzes und der Leiterplatten des BLACK CAT 2.

Dies ist insofern erstaunlich, da der BLACK CAT 2 bereits seit mehreren Jahren im Netz zu finden ist und in dieser Zeit keinerlei Aktivitäten zu seiner Bekanntmachung vorgenommen wurden.

Daher kann man das nur als Beleg dafür deuten, dass tatsächlich gerade die Renaissance des Röhrenverstärkers anläuft.

Bisher habe ich die angeforderten Unterlagen in gedruckter Form versendet. Dies ist sehr arbeits- und zeitaufwändig. Aufgrund zahlreicher beruflicher Verpflichtungen war ich in den letzten Monaten nicht mehr in der Lage, die mehr und mehr zunehmende Menge der Anfragen zeitnah zu beantworten. Das hat mit Sicherheit beim einen oder anderen Interessenten zu berechtigter Enttäuschung oder Verägerung geführt. Hierfür bitte ich um Entschuldigung.

Um allen Interessenten eine schnelle Information über den BLACK CAT 2 zu ermöglichen, habe ich den Unterlagensatz nun zum freien Download ins Netz gestellt:

Unterlagensatz BLACK CAT 2 (ZIP, 9,6 MB)

Bitte beachten Sie:

Diese Unterlagen sind nur zur Verwendung für den privaten Selbstbau und zu Lehr- und Ausbildungszwecken bestimmt, jede gewerbliche Nutzung ist ausdrücklich untersagt.

Wenn Sie Fragen zum BLACK CAT 2 haben oder Interesse an einem Leiterplattensatz des BLACK CAT 2 haben, dann wenden sie sich bitte über  an mich.

Mit freundlichen Grüßen
Henry Westphal

Hinweis: Die benötigten Röhrenfassungen sind inzwischen unter der Bezeichnung S9PC bei der Firma
www.tubeampdoctor.com wieder erhältlich

Errata: Am 30.03.2010 erreichten mich folgende Hinweise eines aufmerksamen Selbstbauers:

- Relais K1300, K2300: Richtiger Bauteiltyp HE721C1210, die Stückliste ist an dieser Stelle falsch.
- Widerstand R1102: Richtiger Wert 5,1MOhm, der Bestückungsplan ist an dieser Stelle falsch.

Vielen Dank für diese Hinweise.

Der Hintergrund.

Der Röhrenverstärker ist ein Produkt, von dem für viele Menschen eine zunächst unerklärliche Faszination ausgeht. Die Beschreibungen des Klangs in den Testberichten der einschägigen Zeitschriften lesen sich ungefähr wie Weinkritiken. Für bestimmte Verstärker oder auch einzelne Röhren werden abenteuerlich hohe Preise gezahlt.

Dies ist umso verwunderlicher, da Röhrenverstärker bei vielen messtechnischen Parametern deutlich schlechter abschneiden, als dies die üblichen Halbleiterverstärker tun. Es gibt Röhrenverstärker, die aus messtechnischer Sicht relativ bescheidene Ergebnisse bringen, aber bei Hörtests sehr gut beurteilt werden und zu weit über dem Marktniveau liegenden Preisen gehandelt werden.

Interessanterweise ist die Röhrentechnik heute wieder ein Wachstumsmarkt. Seit dem historischen Tiefpunkt in den 1980-er Jahren steigt die jährlich produzierte Röhrenmenge wieder kontinuierlich an. Firmen aus den ehemaligen Ostblockstaaten z.B. Tesla / JJ aus der Slowakei und Svetlana aus Russland agieren auf dem weltweiten Audio-Markt und bringen inzwischen sogar wieder Neuentwicklungen auf den Markt.

Die Projektidee.

Unser Ziel war es, einen kompromisslos auf Audio-Qualität hin orientierten Vollverstärker zu entwickeln und in Betrieb zu nehmen und diesen dann von den messtechnischen Eigenschaften und vom Höreindruck her mit üblichen Halbleiterverstärkern zu vergleichen. Hierbei kombinierten wir klassische Röhrentechnik mit den heutigen technischen Möglichkeiten. Ein Großteil der Versorgungs- und Heizspannungen wurde mit Halbleiterschaltungen stabilisiert, während jedoch der Signalpfad ausschließlich Röhren enthält. Der Verstärker wurde auf sorgfältig entworfenen mehrlagigen Leiterplatten aufgebaut.

Röhrentechnik und moderne High-Tech Elektronik ist kein Widerspruch. Im Gegenteil: Im Zusammenwirken mit moderner Halbleiterelektronik kann die Röhre erst heute ihr volles klangliches Potenzial entfalten.

Wir begannen unsere Arbeit mit der eingehenden Analyse vorhandener Verstäkerschaltungen. Es wurden etwa 100 im Internet veröffentlichte Schaltungen aus der Zeit von 1950 bis 2003 betrachtet. Es zeigte sich, dass sich die Vielzahl der Schaltungen auf einige wenige verschiedene Grundkonzepte zurückführen ließ, die immer nur jeweils graduell variiert wurden.

Da anhand der Schaltungskonzepte nicht beurteilt werden konnte, welche der Schaltungen das größte klangliche Potenzial erwarten ließ, wurde der Verstärker modular konzipiert. Für die einzelnen Komponenten wie Vor- und Endstufen wurden mehrere, auf verschiedenen Schaltungskonzepten basierende Leiterplatten realisiert, die aufgrund identischer elektrischer und mechanischer Schnittstellen gegeneinander austauschbar waren.

Die bestgeeigneten Module wurden dann in einem eigens angefertigten Chassis aus Aluminium montiert, so dass zum Abschluss des Labors ein gebrauchsfähiger Verstärker, der "BLACK CAT1" bereitstand.

Die Ergebnisse.

Der im Rahmen des Projekts fertiggestellte Verstärker überzeugte durch einen ungewöhnlich plastischen und klaren Klang.

Zwischen den einzelnen Schaltungskonzepten zeigten sich, insbesondere bei den Vorstufen, erhebliche klangliche Unterschiede.

Es wurde letztendlich eine Endstufe ausgewählt, die im Sinne eines Oparationsverstärkers vollständig differentiell arbeitet und eine Phono-Vorstufe, die ohne jede Gegenkopplung arbeitet.

Nach Abschluss des Laborprojekts wurde der Verstärker noch einmal (im Zusammenhang mit einer Studien- und einer Diplomarbeit) vollständig überarbeitet und mit einem professionellen Audio-Analyzer durchgemessen und weiter optimiert.



Das folgende Bild zeigt die Ansicht des weiterentwickelten und optimierten Verstärkers "BLACK CAT 2": 

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Dieses Bild in höherer Auflösung (JPG, 320,8 KB)



Der BLACK CAT 2

Im Rahmen der angesprochenen Diplomarbeit wurden auch vergleichende Blind-Hörtests mit anderen, kommerziellen Verstärkern durchgeführt, bei denen die "BLACK-CAT"-Verstärker sehr gut abschnitten.

Die spannende Frage, warum der Verstärker "so gut klingt", die uns fast zwei Jahre lang beschäftigt hat, kann inzwischen auf der Basis dieser Hörtests und Messungen beantwortet werden. 

Verstärker werden üblicherweise nach "eindimensionalen" Messwerten optimiert und klassifiziert. Das sind zum Beispiel Frequenzgang und Klirrfaktor. Diese Werte beziehen sich auf einen einzigen Sinuston, der den Verstärker durchläuft.

Musik besteht aber immer aus mehreren, gleichzeitig vorhandenen Frequenzen.

Daher gibt es auch die, wenig bekannten, "zweidimensionalen" Messwerte wie Intermodulation und Differenztonfaktor.

Diese beschreiben das Verhalten des Verstärkers, wenn dieser mit zwei Sinussignalen verschiedener Frequenz gespeist wird.

Diese Werte werden beim Entwurf der üblichen HiFi-Verstärker meist nicht mit hoher Prorität betrachtet.

Nun ist es aber so, dass ein Klirrfaktor in der Größenordnung 1% den Hörgenuss nicht wesentlich beeinträchtigt, während dagegen ein Differenztonfaktor in der Größenordnung 0,1% der Musik viel an Lebendigkeit nimmt.

Der Klirrfaktor beschreibt das Verhältnis der Intensität von im Verstärker entstehenden Oberwellen zum Grundton. Die Oberwellen sind ganzzahlige Vielfache des Grundtons. Sie verändern die Klangfarbe, aber sie sind stets höhere Oktaven des bereits vorhandenen Tons, sie "passen" also zur Tonart des Musikstücks.

Ganz anders ist es mit den Summen- und Differenzfrequenzen, die bei der multiplikativen Mischung von Signalen an Nichtlinearitäten des Verstärkers entsehen und deren Intensität mit dem Differenztonfaktor und dem Intermodulationsfaktor beschrieben werden. Diese Produkte stehen nicht in einem ganzzahligen Verhältnis zu den Grundtönen, sie passen also nicht zur Tonart des Musikstücks.

Beim Musikhören führen diese zu der Empfindung, dass die Boxen enger zusammen und weiter weg stehen, die Musik verliert ihren Glanz, ihre Leichtigkeit und ihre Lebendigkeit. Es entsteht ein "Sumpf" an undefinierten Tönen, man empfindet eine allgemeine Unbestimmtheit und Unschärfe. Es ist ungefähr so, als wenn man der Musik in einem muffigen Raum mit vielen dort aufgehängten feuchten Wintermänteln zuhören würde.

Der "BLACK CAT 2" hat einen Dfferenztonfaktor von 0,002% und einen Klirrfaktor von 0,033 %, während der Telefunken HA990, als Beispiel eines handelsüblichen HiFi-Transistorverstärkers, einen Differenztonfaktor von 0,366 ( das 183-fache des BC2 ) und einen Klirrfaktor von 0,0048 hat.

Hinweis vom 20.10.2008: Bei einer Wiederholungsmessung konnten wir die genannten Werte nicht reproduzieren, wir haben einen Klirrfaktor von ca. 0,1% gemessen. Wir gehen derzeit der Sache nach und werden an dieser Stelle dann die bestätigten Werte veröffentlichen.  An dem Grundsatz der dargestellten Gedanken ändert dies jedoch nichts, der BC2 wurde auch von inzwischen ca. 10 Personen erfolgreich nachgebaut, zahlreiche Äußerungen belegen höchste Zufriedenheit mit dem Klangbild, im Sinne der hier aufgeführten Gesichtspunkte.

Dies ist also die gesuchte Erklärung für den "magischen" Klang der "BLACK-CAT"-Verstärker.

Der geringe Differenztonfaktor kann technisch damit erklärt werden, dass die Röhre ein Bauelement mit einer praktisch von Haus aus linearen Übertragungskennlinie ist. Daher benötigt ein Röhrenverstärker vergleichsweise wenig Gegenkopplung, beim BLACK CAT 2 ist der Gegenkopplungsfaktor (Verhältnis der Ausgangsspanung mit und ohne Gegenkopplung) 20dB bei 1kHz, das ist 1 zu 10. In Halbleiterschaltungen sind dagegen Werte von 1 zu 1000 und mehr üblich.  In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass jede Gegenkopplung um die Laufzeit durch den Verstärker verzögert wirkt, also die durch sie bewirkte Fehlerkompensation stets unvollständig ist.

Es soll allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass sich auch mit Halbleiterschaltungen vergleichbare oder gar bessere Eigenschaften in Bezug auf den Differenztonfaktor erreichen lassen. Der schaltungstechnische Aufwand ist dabei jedoch wesentlich höher als bei der Verwendung von Röhren. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die Verstärker der Firma Burmester, deren Signalpfad aus Einzeltransistoren besteht.

Der Frequenzgang des BLACK CAT2 ist 10 Hz bis 40 kHz bei einer Abweichung von +/- 0,1 dB. Wie Hörtests gezeigt haben, sind die Verstärker BLACK CAT vielen industriell gefertigten Röhren- und Transistorverstärkern,  die als hochwertige HiFi-Geräte verkauft werden, deutlich überlegen.

Eine Vielzahl von Hörern zeigte sich vom Klang der BLACK-CAT-Verstärker begeistert. Insbesondere Musiker aus dem klassischen Segment empfinden den Klang als absolut realistisch. Sie erkannten sonst nicht hörbare Details wie etwa die Eigengeräusche bestimmter Violinsaitentypen. Hierzu die Aussage eines Höres, der selbst Orchestermusiker ist: "Die Musik wird seziert" Diese Art der Wiedergabe bedeutet aber auch, dass Spielfehler des Orchesters oder Mängel und Schwachstellen bei der Musikproduktion gnadenlos ans Licht gezerrt werden und nicht mehr mit einem scheinbar gefälligen Klangbild zugedeckt werden. Bei längerer Nutzung dieser Verstärker erkennt man, was für unglaubliche Qualitätsunterschiede es zwischen verschiedenen CDs gibt. Dem besonderen Genuss beim Hören hochqualitativer CDs steht die Erfahrung gegenüber, dass dem Hörer im Gegenzug viele früher gern und oft gehörte CDs durch das nun mögliche Erleben des Kontrasts, verleidet werden.

Einige Messwerte des BLACK CAT " zum Download (PDF, 3,7 MB)

Hinweis vom 20.10.2008: Bei einer Wiederholungsmessung konnten wir die in diesem Dokument dargestellten Werte nicht reproduzieren, wir haben einen Klirrfaktor von ca. 0,1% gemessen. Wir gehen derzeit der Sache nach und werden an dieser Stelle dann die bestätigten Werte veröffentlichen

Abschließend sei auch die optische Faszination des offen aufgebauten Röhrenverstärkers erwähnt. Das Glühen der Röhren schafft eine ganz besondere Atmosphäre, die insbesondere in den Abendstunden die Freude des Hörerlebnisses steigert.

Die Endröhren des BLACK CAT 2 in Aktion
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Einige weitere Eindrücke.

Die Endstufe des BLACK CAT2 von der Unterseite gesehen
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Die Phono-Vorstufe des BLACK CAT2
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Die Phono-Vorstufe des BLACK CAT2 von unten gesehen
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Die Endstufe des BLACK CAT 1
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Die Endstufe des BLACK CAT 1 von unten gesehen
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Die Endstufenbaugruppe des BLACK CAT1 im Testbetrieb
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Die Endstufe.

Die Endstufe ist als Ultralinear-Gegentaktendstufe mit Eingangs- und Treiberstufe in Differenzverstärkerschaltung ausgeführt. Es handelt sich hier um nichts anderes als einen Operationsverstärker in Röhrentechnik. Dieses in der Vergangenheit nur selten angewandte Schaltungskonzept hat sich im Vergleich mit den üblichen Schaltungskonzepten, wie der klassischen Williamson-Schaltung, als überlegen erwiesen. Die bekanntesten Verstärker, die mit diesem Schaltungskonzept realisiert wurden, sind der Ultra-Linear II von Acrosound aus dem Jahr 1959 und der TVA-1 von Michaelson & Austin aus den 1970-er Jahren.

Die hier realisierte Schaltung basiert auf einer Analyse und nachfolgender Verbesserung der Originalschaltungen der beiden vorgenannten historischen Geräte.

Die max. Ausgangsleistung ist 40W.

Die Endstufe kann direkt mit einem CD-Player angesteuert werden.

Auf die Möglichkeit der Klangregelung wurde bewusst verzichtet, da sich gezeigt hat, dass auch ein in neutraler Stellung eingestelltes Klangregelnetzwerk zu erheblichen, die Plastizität des Klangbilds zerstörenden, Phasenfehlern führt.



Das Blockschaltbild der Endstufe:

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Der vollständige Schaltplan als Download (PDF, 30,5 KB)


Die Schaltung besteht aus der Eingangsstufe (ECC83), der Treiberstufe (ECC82) und der Gegentakt-Endstufe ( 2 x KT88). Die als Differenzverstärker ausgeführte Eingangsstufe bewirkt den Großteil der Spannungsverstärkung. Die Treiberstufe bewirkt eine weitere Spannungsverstärkung und hat einen hinreichend geringen Ausgangswiderstand zur Ansteuerung der Endröhren. Die Endstufe führt eine Leistungsverstärkung durch und summiert, durch die Wirkung des Ausgangsübertragers, die beiden gegenphasigen Eingangssignale, während auf beide Zweige der Endstufe gleichermaßen wirkende Störeinflüsse sich gegenseitig kompensieren. Der Ausgangsübertrager bewirkt zudem die Impedanzanpassung von den hochohmigen Röhren auf den niederohmigen Lautsprecher.

Die Schaltungen der Originalgeräte wurde jedoch insbesondere dahingehend verändert, dass Eingangs- und Treiberstufe gleichspannungsmäßig entkoppelt wurden. Dies macht es dann möglich, den Arbeitspunkt der Eingangsstufe optimal einzustellen. Bei der Originalschaltung hätte dies zu einer zu starken (gleichspannungsmäßigen) Voraussteuerung der Treiberstufe geführt. Es zeigte sich, dass die exakte Einstellung der Symmetrie der Wechselspannungsamplitude der Eingangsstufe der Schlüssel zum Erreichen eines guten Differenztonfaktors ist. Eine Symmetrie des Wechselanteils der Ausgangssignale der Eingangsstufe führt aber zwangsweise zu einer großen differentiellen Gleichspannung zwischen diesen Ausgängen.

Eine detaillierte Beschreibung der Schaltung finden Sie im Abschlussbericht als Download (ZIP, 13,0 MB)  



Das folgende Oszillogramm zeigt das Übertragungsverhalten der Endstufe bei einem 20 kHz Rechtecksignal:

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Dieses Bild in höherer Auflösung (JPG, 58,1 KB)

Das Rechteckübertragungsverhalten der Endstufe

  • Oberer Strahl: Eingangssignal 1V / DIV.
  • Unterer Strahl: Ausgangssignal an 4 Ohm Lastwiderstand 10V / DIV.
Die Unterseite der Endstufenbaugruppe
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Dieses Bild in höherer Auflösung (JPG, 201,0 KB)




Das folgende Bild zeigt die Oberseite der Endstufenbaugruppe:

Die Oberseite der Endstufenbaugruppe
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Die Phono-Vorstufe.

Die Phono-Vorstufe ist als gegenkopplungsfreie Verstärkerschaltung mit geteiltem Entzerrernetzwerk realisiert. Diese Schaltung hat sich, im Vergleich mit weiteren 4 Schaltungskonzepten, als optimal erwiesen.

Die Schaltung basiert auf einer Originalschaltung aus dem Buch "Valve Amplifiers" von Morgan Jones.



Das (stark vereinfachte) Blockschaltbild verdeutlicht das Prinzip:

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Das (stark vereinfachte) Blockschaltbild der Phono-Vorstufe

Den vollständigen Schaltplan finden Sie hier als Download (PDF, 20,4 KB)

Die Ansicht der Leiterplatte von der Unterseite
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Die Ansicht der Leiterplatte von der Seite
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Das folgende Oszillogramm zeigt das Ausgangssignal des Phono-Vorverstärkers bei Speisung mit einem Rechtecksignal über ein RIAA-Inversfilter (inverse Lipshitz-Übertragungsfunktion).

Das Ausgangssignal der Phono-Vorstufe
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Das Netzteil.

Die Klangqualität des Verstärker hängt wesentlich von der Fähigkeit des Netzteils ab, die benötigten Versorgungs- und Heizspannungen stabil und ohne überlagerte Störungen bereitzustellen.

Die Anodenspannung für die Endröhren wird mit einer Drossel und großzügig dimensionierten Elkos geglättet. Die Anoden- sowie die negativen Kathodenbezugsspannungen für die Vorstufen und Treiberstufen werden mit Transistorschaltungen für jede einzelne Röhrenstufe getrennt stabilisiert. Die Heizspannung für die Vorstufenröhren wird als stabilisierte Gleichspannung bereitgestellt.

Die Baugruppe zur Anodenspannungsversorgung
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Die Baugruppe zur Heizspannungsversorgung von oben
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Die Baugruppe zur Heizspannungsversorgung von unten
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Dieses Bild in höherer Auflösung (JPG, 320,9 KB)




An die Schaltung zur Stabilisierung der Heizspannung werden hohe Anforderungen gestellt: Die Schaltung arbeitet unter hohen Umgebungstemperaturen in einem Chassis ohne nennenswerte Luftzirkulation. Daher muss ihr Wirkungsgrad möglichst hoch sein. Eine getaktete Spannungsreglerschaltung scheidet aber wegen der durch sie abgegebenen Störungen aus. Daher wurde eine eigenentwickelte Spannungsreglerschaltung auf der Basis von Operationsverstärkern und MOSFETs eingesetzt. Die Versorgungsspannung der Operationsverstärker ist dabei höher als die ungeregelte Eingangsspannung, die an die MOSFETs geführt wird. Die Verwendung von Schottkydioden und eines sehr großen Ladekondensators erlaubt eine vergleichsweise niedrige Trafo-Sekundärspannung. Die Schaltung arbeitet mit einer Netzspannungstoleranz von +/- 10% und bei einer Umgebungstemperatur von bis zu +60°C. Um eine zu enge räumliche Konzentration der Wärmeabgabe zu vermeiden, werden 4 identische Spannungsregler vorgesehen, die jeweils eine Gruppe von Röhren versorgen. Ein RC-Glied in der Referenzspannungsquelle sorgt für einen langsamen, die Heizfäden schonenden, Spannungsanstieg.

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Ein Auszug aus der Schaltung der Heizspannungsversorgung

Chassis, Verkabelung und Signalqualität

Die Synthese aus traditioneller Aufbautechnik und moderner Leiterplattentechnik

Das traditionelle optische Erscheinungsbild von Röhrenverstärkern sollte beibehalten werden, ohne dass man die Nachteile der früher üblichen freien Verdrahtung in Kauf nehmen muss.

Ein Williamson-Verstärker von Heathkit aus den 1950-er Jahren als typisches Beispiel für das klassische Erscheinungsbild von Röhrenverstärkern.
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Dieses Bild in höherer Auflösung (JPG, 259,9 KB)




Zudem bietet diese Bauweise einige technische Vorteile:

  • Sicherer Halt schwerer Bauteile auf dem Chassis
  • Die Wärmeabstrahlung der Röhren wird durch das Chassis von anderen Bauteilen abgeschirmt.
  • Elektrische Abschirmwirkung des Chassis
  • Wärmeableitende Wirkung des Chassis.
  • Gute Konvektionskühlung durch offene Bauweise.
  • Berührungsschutz

 Die freie Verdrahtung hat jedoch einige gravierende Nachteile:

  • Sehr zeitaufwendig und fehleranfällig
  • Masseführung nicht optimal gestaltbar

Optimal ist dagegen der Einbau von Leiterplatten in ein klassisches Chassis und deren Verbindung mit vorgefertigten und vorgeprüften Kabelbäumen. Diese Aufbaumethode verbindet die technischen (und nicht zuletzt optischen) Vorzüge der traditionellen Chassismontage mit den Vorzügen moderner Leiterplatten- und Kabeltechnik. Sie ermöglicht zudem den einfachen Vergleich verschiedener Schaltungskonzepte, die auf leicht gegeneinander austauschbaren Leiterplatten mit identischen und mechanischen Schnittstellen realisiert sind.

Die Vorstufe des BLACK CAT 1 von unten
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Ein vorgefertigter und vorgeprüfter Kabelbaum vor dem Einbau
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Dieses Bild in höherer Auflösung (JPG, 141,6 KB)




Die Signalqualität im Lautsprecherkreis.

Schon kleinste Übergangswiderstände im Lautsprecherkreis haben erhebliche Einflüsse auf den Klang. Daher wurden die herkömmlichen Klemmen durch Spezial-Hochstrom-Steckverbinder aus dem Militärbereich ersetzt.  Diese haben so großflächige Kontakte, dass man übliches Lautsprecherkabel direkt mit diesen verlöten kann. Zudem tragen diese aufwändigen Steckverbinder zum Erscheinungsbild des Verstärkers bei.

Die Lautsprecherbuchsen des BLACK CAT1 mit MIL-Hochstrom-Steckverbindern.
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Die Signalqualität in den Vorverstärkerstufen.


Die signalführenden Leiterbahnen werden zur Oberseite hin von dem geerdeten Metallchassis und zur Unterseite hin durch die Groundplane auf der Bestückungsseite der Leiterplatten abgeschirmt. Die Masseführung folgt streng dem Signalfluss und ist für beide Kanäle getrennt, Rückflüsse von Signalströmen in vorgelagerte Stufen werden durch geeignete Trennstege in den Grondplanes vermieden. Alle Audiosignale sind mit abgeschirmten Kabeln verkabelt. Die Verwendung von Relais für die Eingangsauswahl vermeidet umfangreiche Verkabelungen von Audiosignalen. Alle Röhren der Vorstufen werden mit Gleichspannung geheizt.

Die Richtigkeit dieser Überlegungen zeigte sich dadurch, dass auch ohne Metalldeckel an der Unterseite des Chassis bei maximaler eingestellter Lautstärke nicht die geringsten Störgeräusche wie Brummen oder Rauschen am Lautsprecher hörbar sind.

Detail der Vorstufenbaugruppe des BC1, deutlich sind die Groundplanes zu erkennen.
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Die Nachbauten.

Der BLACK CAT 2 wurde inzwischen erfolgreich von interessierten Privatpersonen nachgebaut.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Nachbau des BLACK CAT 2

Weiterführende Informationen.

Den vollständigen Abschlussbericht des Projekts BLACK CAT 1 finden Sie hier zum Download:

Teil 1 (ZIP, 11,6 MB) (Konzeption, Vorstufen und Netzteil, PDF 12MB)

Teil 2 (ZIP, 13,0 MB) (Endstufen, Integration zum Gesamtgerät, Testergebnisse, PDF 13 MB)

Den Unterlagensatz für die weiterentwickelte Version BLACK CAT 2 finden Sie hier als Download (ZIP, 9,6 MB)


Bitte beachten Sie:

Diese Unterlagen sind nur zur Verwendung für den privaten Selbstbau und zu Lehr- und Ausbildungszwecken bestimmt, jede gewerbliche Nutzung ist ausdrücklich untersagt.

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